Traumhafte DIY-Hochzeit in Dänemark

Dieses Jahr an Mittsommer durfte ich eine Hochzeit mit einem Kurzurlaub ins schöne Dänemark verbinden, da sich meine Freundin Lara und mein Nachbar aus Kindertagen Marco das Ja-Wort in einer freien Trauung geben wollten. Für mich war es eine super emotionale Zeremonie, damit hatte ich zuvor nicht gerechnet – aber der Reihe nach.

Hochzeit im Ausland

So eine Hochzeit im Ausland bedarf noch deutlich mehr Organisation im Vorfeld, als eine Hochzeit in der Stadt in der man lebt. Wo schlafen die Gäste? Wie bekommen wir alle Dekoobjekte dorthin? Wie finden wir die richtige Location, den Caterer, den DJ oder die Band? Und dazu kommen die ganz normalen Fragen: Wie soll unsere Hochzeit aussehen? Welche Dekoration? Wen laden wir ein? So viel nehme ich Vorweg: Lara und Marco haben ihre Arbeit wirklich gut gemacht und diese Fragen wunderbar beantwortet.

Unterkunft für die Gäste

Eine Gruppe von Freunden wohnte für das Hochzeitswochenende in einem Haus für 12 Personen, das nicht weit von der Partylocation entfernt war. Das war wie eine Mannschaftstour, gemeinsames Grillen, Spiele und Bierchen. Ich fand es toll, dass uns diese Suche abgenommen wurde und wir so nah bei den anderen Gästen wohnten. Die Anreise haben wir innerhalb der Freundesgruppen problemlos organisiert.

Die Location

„Zwangsurlaub“ zur Hochzeitsplanung

Zur Planung einer Hochzeit in einem anderen Land sollte man natürlich ein bis zwei Mal davor schon vor Ort gewesen sein. Da man im ausgewählten Land jedoch sicher gerne Zeit verbringt ist das ein willkommener „Zwangsurlaub“. Lara und Marco lieben Dänemark und Marco hat dort Verwandtschaft, daher bin ich mir sicher, dass sie die Urlaube zu Planungszwecken trotzdem genossen haben.

Hier kommt die Braut

Dekoration

In Zeiten von Pinterest und Co hat man es mit so viel Input zu tun, da weiß man nicht mehr wo oben und unten ist. Lara hat mir erzählt, dass es ihr genauso ging: besonders die Flut der Deko-Möglichkeiten auf Pinterest haben erschlagend gewirkt. Man muss also auch ganz bewusst nein sagen können, um seinem eigenen Stil zu folgen. Denn bekanntlich ist weniger auch mehr.

Lara wollte gerne so viel wie möglich selbst gestalten. Also wurde die Dekoration in liebevoller Arbeit zu großen Teilen gebastelt und selbst gestaltet. Alte Ginflaschen wurden besprüht und als Vasen verwendet. Holz und Naturmaterialien wurden mit zarten Rosa- und Kupfertönen kombiniert. Lara hat zudem nachhaltige Wimpelketten aus Stoff selbst genäht.

Die Tischdekoration
Die Ginbar
Die Candybar
Der Saal
Das Gästebuch

Die freie Trauung

Die Szenerie der Trauung war wirklich umwerfend: Bierbänke, die mit weißen Husseln veredelt wurden, ein liebevoll selbstgebauter Traubogen von den Eltern des Bräutigams, selbstgemachte Fähnchen und Windlichter, romantische Lieder als musikalische Live-Beiträge und eine Traurednerin, die fröhlich und liebevoll auf dänisch und deutsch vorgetragen hat. Der emotionalste Moment waren definitiv die beiden Ehegelübte, es ist so schön als Gast der Trauung so emotionale und ehrliche Einblicke in die Gefühlswelt des Brautpaares zu bekommen. Die Trauung hat einem bewusst gemacht, was die beiden in den 10 Jahren, die sie sich mittlerweile kennen, schon an Höhen und Tiefen erlebt haben. Und jetzt waren wir alle dort, um die Liebe zu feiern.

Das dänische Willkommensschild
Der Wegweiser
Taschentücher für die Freudentränen
Hier hat die freie Trauung stattgefunden
Der Traubogen
Mrs. & Mr. Stühle

Ich erinnere mich an einen Stadtbummel mit der Braut, bei dem wir auf der Suche nach Pappe waren. Damit wollte sie die Taschentücherhüllen basteln und mit einem Sticker „für Freudentränen“ verzieren. Ich muss zugeben in mir drin läutete die „Kitschklingel“. Dass ich am Ende locker drei von diesen Packungen benutzen und den Strom an Tränen kaum in den Griff bekommen würde, wusste ich da noch nicht. Vielleicht lag es an der Atmosphäre, vielleicht daran, dass so viele Gäste den Weg nach Dänemark angetreten haben und man richtig spüren konnte, dass Alle gerne dort waren. Wahrscheinlich war es die Mischung aus allem.

Das Fest

Nach der Trauung gab es Sekt und leckeren Kuchen. Auch hier wurde alles von der Familie selbst organisiert und gebacken – sogar die Hochzeitstorte. Zum Sektempfang gab es zudem einen kleinen Überraschungsauftritt den die Oma von Marco organisiert hat. Zwei Frauen haben mit Saxophon und Ziehharmonika für eine super lässige nordische Atmosphäre gesorgt. Das Wetter war übrigens alles andere als typisch dänisch: Sonne und keine einzige Wolke am Himmel.

Die beiden haben für eine lässige nordische Atmosphäre gesorgt
Der Sektempfang mit Hochzeitsauto
Die Hochzeitstorte

Anschließend folgte das nächste Highlight: das Essen. Hier stand die dänische Tradition im Mittelpunkt. Die verschiedenen Gänge wurden auf Platten serviert, von denen sich jeder Gast direkt am Tisch bedienen konnte. Der dänische Koch kam vor jedem Gang in den Saal und hat auf einem super liebenswerten gebrochenen Deutsch erklärt, was uns erwartet. Alles hatte einen frischen sommerlichen Zitronenhauch und harmonierte perfekt. Es schmeckte frisch, leicht und hatte eine besondere Note. Kein schwerer Braten oder öliges Gemüse. Großes Lob an die Auswahl dieses Kochs, er hat das Essen aufgelockert und hervorragend gekocht.

Der Tischplan

Während des Essens sind viele enge Verwandte aufgestanden und haben in einer kurzen Rede ihre Freude über die Hochzeit und ihre Glückwünsche kund getan. Dem Brautpaar war die Rührung sichtlich ins Gesicht geschrieben. Darüber hinaus wurden wir mit einigen dänischen Traditionen vertraut gemacht. Die Dänen wissen auf jeden Fall wie man Stimmung macht. Anfangs waren die deutschen Gäste sichtlich verwirrt, als alle wie wild mit dem Besteck auf ihre Teller geklopft haben – am Ende fühlte es sich an, als hätten wir immer so gefeiert. Das Brautpaar musste sich beim Klopfen auf die Stühle stellen, sich küssen und die Braut musste ihr Strumpfband zeigen, woraufhin der Raum durch ein lautes “Uuuh“ erfüllt wurde.

Die Fotobox

Mindestens 100 Mal prostete sich die Hochzeitsgesellschaft mit dem Zuruf „Skåååål“ zu. Und ebenfalls 100 Mal haben wir „Hurra hurra hurraaaa“ gesungen – und jedes Mal haben alle Gäste gelacht und getrunken, sodass die Stimmung einfach fröhlich und voller Leichtigkeit war. Als es draußen gegen 23 Uhr dann etwas dunkler wurde, hat jeder Gast eine Kerze bekommen, die angezündet wurde und nach und nach zum Brautpaar durchgereicht wurde. Dadurch erstrahlte der ganze Saal im Kerzenlicht und verbreitete eine romantische Atmosphäre.

Zwei weitere Highlights waren der romantische Hochzeitstanz und die meeega Band, die die Tanzfläche zur Party eröffnete. Im Norden wird es zur Mittsommer-Zeit kaum dunkel, also hatten wir nur ungefähr eine Stunde Nacht – so richtig müde wurde man also nicht.

Die Brautjungfern

Insgesamt war es eine Hochzeit, die eine perfekte Mischung aus Emotionen und Romantik mit Feierlaune und Spaß verbunden hat. Für mich wünsche ich mir genauso eine positive und lebensfrohe Stimmung. Danke für das wunderbare Fest Lara & Marco.

Deine Caro

Das Brautpaar

PS: Auch der Fotograf war total begeistert von den beiden:

Lara wore that dress like a goddess and Marco looked so cool in his summer suit with cropped pants. So stylish.

Instagram: @adalsgaard

Hier nochmal die wunderschönen Bilder von ANDERS DALSGAARD PHOTOGRAPHY zum durchklicken:

Alle Bildrechte liegen bei ANDERS DALSGAARD PHOTOGRAPHY

Braut @smuk_larilou Bräutigam @marco_carnevale

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